Fatschenkind für die private Andacht: Gewölbter Glaskasten mit eingewickeltem Jesuskind, auf Blütenbeet unter Sternenhimmel liegend (Paradiesgarten), gehörte zum Inventar der katholischen Kirche Leutmerken

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Das Fatschenkind stellt den von Maria in Windeln gewickelten Jesus Christus dar, gemäss der überlieferten Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas (Lk 2, 1–20). Das Jesuskind liegt jedoch nicht in einer Krippe mit Stroh, sondern in einem pracht- und glanzvoll gestalteten Schaukasten.
Das Bildwerk zur privaten Andacht zählt zu den sogenannten Klosterarbeiten, die Nonnen anfertigten und damit zum Einkommen des Klosters beitrugen. Die Produktion solcher Arbeiten erforderte viel Geduld wie auch Hingabe und kommt daher einer religiösen Vertiefung gleich.
Das Werk diente der Volksfrömmigkeit, welche die strenge liturgische Zeremonie mit regionalen Bräuchen verband.
Mitte 19. Jh.
H. 35, B. 44, T. 22.5 cm
Holzkasten auf gedrechselten Füssen mit drei Glasfronten; Wachs, modelliert; Klosterarbeit mit Kleister, Papier, Textilie, getrockneten Blüten, Glassplittern
T 7178
Schlagwörter: Religion katholisch, Kloster, Kirche, Brauchtum, Kunsthandwerk