Fensterscheibe aus Butzen, versehen mit vier Schliffscheiben sowie mit einer Wappenscheibe von Franz Robert Brunschweiler, einem Ratsherrn aus Basel

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Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)  Wappenscheibe Brunschweiler
Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

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Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Zusammensetzung von vier Rundscheiben und einer hochrechteckigen Glasmalerei in einem Fensterflügel. Im Zentrum farbige rechteckige Wappenscheibe, umgeben von vier runden Schliffscheiben in den Ecken. Alle Teile sind unterschiedlicher Herkunft (Mariage).

Oben links: «Hanns Jacob Sigwahrt Der Mahlen Kammer Diener in dem Hochwürdigen Gottshaus Ittingen Anno Domini 1717.», entlang des Randes Bordüre aus Blattkranz mit je einer Blüte in den Scheitelpunkten.
Oben rechts: «Cardus Ittdingen Anno 1717», darüber Wappen des Konvents und der Herren von Ittingen: Rost des hl. Laurentius und Henkelkessel, je in einem Oval dargestellt, umgeben von Rollwerkkartusche, darüber Engel.
Unten links: «Hanns Ulrich Senn der mahlen Källermeister In dem Hochwürdigen Gottshaus Ittingen Anno Domini 1717.», entlang des Randes Bordüre aus Blattkranz mit je einer Blüte in den Scheitelpunkten.
Unten rechts: Rundes Medaillon mit Dame, die an einer Blume riecht, gerahmt von Blattranken und Blumen, darüber Umschrift: «Höchster deine Gnad und Güte diss Haus und die drein behuete», darunter «hs Jacob huber Amman Ana Margaretha Brener ij Von Haldschweil. 1783».
Inschrift der mittigen Wappenscheibe «Frantz Robert Brunschweiler Newer Rahtsherr», darüber Darstellung des Vollwappens von Brunschweiler. Darunter Inschrift «Frantz Robert Br?nschweiler Newer Rahtsherr».
Es handelt sich um fünf Scheiben, die in einen Fensterflügel mit Butzenscheiben eingelassen sind. Drei Exemplare davon stammen aus einer zusammenhängenden Stiftung, die weiteren zwei Scheiben sind Einzelstücke.
Eine der drei zusammengehörenden Schliffscheiben von 1717 stiftete die Kartause Ittingen, eine weitere der dortige Kellermeister Hans Ulrich Senn und die dritte der Ittinger Kammerdiener Hans Jakob Sigwart.
Die Scheibe von 1783 vom Ehepaar Huber-Brenner gehört vermutlich zu einer Stiftung aus mehreren Exemplaren, die dem Restaurant?Hintermühle?in Anwil-Buhwil bei Neukirch an der Thur geschenkt wurden. Hans Jakob Huber aus Heldswil (Herrschaft Bürglen) war Ammann und mit Anna Margaretha Brenner verheiratet.
Die Wappenscheibe Brunschweiler ist eine Kopie eines Teils einer Scheibe von 1677, die Franz Robert Brunschweiler gemeinsam mit Heinrich Keller in die Basler Gartnernzunft stiftete (Historisches Museum Basel, Inv. Nr. 1901.50).
Franz Robert Brunschweiler (1635–1690) war der Sohn des Basler Seidenhändlers und Ratsherrn Franz Brunschweiler. 1659 heiratete er Esther Hummel. Brunschweiler betätigte sich im Handel, reiste nach Frankreich, England und in die Niederlande. Er war Mitglied der Zunft Zu Gartnern, 1668 Sechser der Gartnerzunft, damit Mitglied im Grossen Rat und von 1671 bis 1684 Ratsherr in der Zunft Zu Gartnern, 1676 Dreierherr, 1678 Dreizehnerherr und 1684 bis 1690 Oberstzunftmeister. Im November 1690, kurz vor seinem Tod, wurde Brunschweiler zum Basler Bürgermeister gewählt.
1717 / 1783 / 19. Jh.
Fensterflügel H. 78, B. 56 cm; Rundscheiben je D. 16 cm; Mittige Scheibe H. 19, B. 10.2 cm
Butzen: Glas, geblasen; Bleiruten; Schliffscheiben: Monolithscheiben aus farblosem Glas, graviert; Wappenscheibe: Farbloses Glas, farbiges Glas, Schwarzlot; Wappenscheibe: Farbloses und farbiges Glas, rotes Überfangglas, Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb und Eisenrot sowie blauer und grüner Schmelzfarbe, Verbleiung
T 32136
https://vitrosearch.ch/de/objects/2661202; https://vitrosearch.ch/de/objects/2661213; https://vitrosearch.ch/de/objects/2661224; https://vitrosearch.ch/de/objects/2661580; https://vitrosearch.ch/de/objects/2712724, aufgerufen am 29.02.2024.
Schlagwörter: Glasmalerei, Kunsthandwerk, Brauchtum, Hauswirtschaft, Kloster, Bauteile, Heraldik

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