Glasmalerei: Bildscheibe des Hans Ruckstuhl, Landrichter in der Gemeinen Herrschaft Thurgau, mit Darstellung der Taufe von Jesus Christus

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Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)
Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Johannes der Täufer tauft Christus im Jordan. Der feierliche Akt wird von zwei Männern sowie von dem am gegenüberliegenden Ufer mit dem Mantel Christi stehenden Engel verfolgt. Über den Figuren erscheint am Himmel die Gott symbolisierende Sonne mit der Bezeichnung «DEVS», aus deren Strahlen die Taube des Heiligen Geistes auf Christi Haupt herniederschwebt.
Im Oberbild links ist ein Bauer mit Ochsen, die an Jochen angespannt sind, zu sehen. Das Stück rechts mit einer Darstellung der hl. Idda und dem Hirsch beim Kloster Fischingen ist ein altes Flickstück.
Hans Ruckstuhl war Landrichter im Landgericht der Gemeinen Herrschaft Thurgau. 1619 erwarb er den Hof Oberhusen bei Braunau (TG). 1622 bezeichnete er sich laut der Stifterinschrift?«aus Buhwil», womit wohl das Dorf Buhwil in der heutigen Gemeinde Kradolf-Schönenberg gemeint ist.
Ruckstuhls Wappen ist im Stammbuch des Johann Rudolf Sonnenberg von Luzern (1595–1624) verzeichnet und weist als Helmzier ein wachsendes braunes Rind auf. Das Oberbild der vorliegenden Scheibe mit dem Ochsengespann nimmt wohl darauf Bezug.
1622
H. 35.3, B. 23.7, T. 1.2 cm, Lichtmass: H. 31.4, B. 19.7 cm
Farbloses und farbiges Glas; rotes Überfangglas mit rückseitigem Ausschliff; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb, Eisenrot sowie blauer, violetter und grüner Schmelzfarbe; Brandmarke o auf einigen Gläsern
T 9674
https://vitrosearch.ch/de/objects/2659967, aufgerufen am 02.01.2022.
Schlagwörter: Kunsthandwerk, Brauchtum, Hauswirtschaft, Herrschaft, Justiz, Heraldik, Religion, Landwirtschaft, Tier