Glasmalerei: Bildscheibe des Johann (Hans) Leonhard I. Müller, Schultheiss der Stadt Frauenfeld und Landrichter im Thurgau, mit der Darstellung von Moses und Aaron

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Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)
Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Im durch Pfeiler dreigeteilten Mittelbild sind die Gebrüder Moses und Aaron stehend nebeneinander abgebildet, wobei der Erstere die Gesetzestafeln und der Letztere ein Weihrauchfass hält.
Im Bildfeld neben Moses erscheinen die Eherne Schlange (4. Buch Mose 21, 6–9) und in demjenigen neben Aaron das heilige Zelt mit Bundeslade und Leuchter, das Moses auf Geheiss Gottes errichten liess (2. Buch Mose 25 u. 35–38).

Die im Mittelbild wiedergegebenen Figuren von Mose und Aaron sind dem Titelblatt der ab 1625 erschienenen?«Icones biblicae»?von Matthäus Merian des Älteren entnommen, ebenso die Eherne Schlange sowie das heilige Zelt mit Bundeslade und Leuchter.
Johann Leonhard I. Müller (1627–1674) war Stadtfähnrich und Rat zu Frauenfeld, ab 1664 Thurgauer Landrichter und 1665–1674 Schultheiss. 1650 heiratete er Elisabeth Bachmann (gest. 1701) von Uesslingen. 1654 kaufte er das Haus?«Zum Schwert»?(damals ein Gasthof) in Frauenfeld, 1659 von Obervogt Wirz das gefreite Gut Freudenberg, genannt Junkholz, sowie 1665 einen Hof in Huben.
1672
H. 25.5, B. 21.1, T. 1.8 cm, Lichtmass: H. 21.2, B. 16.8 cm
Farbloses Glas; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb und Eisenrot sowie blauer, violetter und grüner Schmelzfarbe
T 22815
https://vitrosearch.ch/de/objects/2659999, aufgerufen am 26.10.2021.
Schlagwörter: Kunsthandwerk, Brauchtum, Hauswirtschaft, Herrschaft, Heraldik, Religion