Glasmalerei: Runde Scheibe mit dem Allianzwappen der Anna Margaretha Engeler und des Jakob Schellenberg, Ratsherr, Gerichtsschreiber und Stadtrichter von Winterthur, gestiftet in die Kartause Ittingen

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Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)
Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Zwischen den Vollwappen des Stifterpaars steht eine weibliche Figur, welche die Allegorien der Spes (Hoffnung) und Fides (Glaube) verkörpert. Zu ihren Füssen ist der Anker als Symbol der Hoffnung platziert, in den Händen hält sie die Attribute des Glaubens (Kreuzstab mit Schlange, Hostienkelch, Buch).
Jakob Schellenberg (1649–1701 war in Winterthur Rotgerber in der Zunft zum Leuen, wurde 1687 Gerichtsschreiber und Stadtrichter sowie 1700 Mitglied des Grossen Rats. 1677 heiratete er Anna Margaretha Engeler aus Frauenfeld (1659–1691).

In einer Inventarliste, die der Ittinger Klosterverwalter Giezendanner 1849 der Kloster-Zentralverwaltung Frauenfeld übergab, wird die vorliegende Scheibe genannt. Sie wurde demnach ursprünglich in die Kartause Ittingen gestiftet und gelangte 1859 in die Sammlung des neu gegründeten Historischen Vereins des Kantons Thurgau. Der Grund zur Stiftung des in Winterthur ansässigen Ehepaars in die Kartause Ittingen steht wohl mit der Herkunft Anna Margaretha Engelers aus Frauenfeld in Zusammenhang.
Weber, Jakob II., zugeschrieben (1637–1685), Glasmaler in Winterthur
1680
D. 15 cm
Monolithscheibe aus farblosem Glas; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb, Eisenrot sowie blauer, violetter und grüner Schmelzfarbe
T 73
https://vitrosearch.ch/de/objects/2659413, aufgerufen am 10.01.2022.
Schlagwörter: Kunsthandwerk, Brauchtum, Herrschaft, Justiz, Kloster, Gewerbe, Handwerk, Beruf, Heraldik, Allegorie