Glasmalerei: Scheibe mit Allianzwappen der Adelheid Kiel und des Bruno Harzer (Hartzer) von Salenstein, Burgherr von Niedersalenstein und Bürger der Stadt Zürich, gestiftet in das Rathaus von Ermatingen

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Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)
Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vor rotem Damastgrund steht ein bärtiger Krieger in rot-blauer Miparti-Kleidung und gelbem Federbarett als Schildhalter zwischen den beiden Vollwappen der Stifter. Die zwei seitlichen Säulen tragen einen gelben Astwerkbogen. Darüber ist eine zu grossen Teilen erneuerte Eberjagd dargestellt.
Die Scheiben T 6444–T 6447 stammen aus dem alten Rathaus in Ermatingen an der Hauptstrasse 88, das 1968/1969 abgebrochen wurde.

1520 bedienten sich die Ermatinger eines Brauchs, der damals üblich war. Sie baten die Eidgenossen, ihnen Wappenscheiben ins Rathaus zu stiften.

Bruno Harzer (gest. um 1530) von Niedersalenstein stammte aus einer Adelsfamilie der Stadt Konstanz. Er war vermutlich der Sohn von Ulrich Harzer und der Adelheid von Schneeberg und erneuerte 1521 das Bürgerrecht in Zürich. Vom 14. Jh. bis 1579 befand sich die Burg Niedersalenstein (zerstört um 1579) in Besitz der Familie Harzer.
Stillhart, Ludwig (gest. 1537), Glasmaler
1521
H. 60, B. 47.5 cm
Farbloses und farbiges Glas; blaues und rotes Überfangglas mit vorderseitigem Ausschliff; Bemalung mit Schwarzlot und Silbergelb
T 6446
https://vitrosearch.ch/de/objects/2655310, aufgerufen am 12.01.2022.
Schlagwörter: Kunsthandwerk, Brauchtum, Herrschaft, Heraldik, Jagd, Tier, Landschaft