Glasmalerei: Wappenscheibe der Ursula II. Muntprat von Spiegelberg, Äbtissin der Chorfrauen-Gemeinschaft Schänis (1528–1555)

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Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)
Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Das Gemälde mit noch fast rein spätgotischem Charakter lässt den Schluss zu, dass es die Äbtissin in ihrer frühen Amtszeit in Auftrag gab, das heisst wohl früher, als es die erneuerte Jahresangabe 1537 suggeriert.
Das 1811 aufgehobene Kloster Schänis im St. Galler Linthgebiet war ein freiweltliches Damenstift unter der Leitung einer Äbtissin. Von 1528 bis 1555 hatte die aus Konstanz gebürtige Ursula II. Muntprat von Spiegelberg (gest. 1555) dieses Amt inne. Im Laufe der Reformationswirren wurde das Kloster unter ihr 1529 aufgehoben, zwei Jahre später aber bereits wieder errichtet.
um 1530
H. 39.8, B. 29.1, T. 1.6 cm, Lichtmass: H. 32.3, B. 21.7 cm
Farbloses und farbiges Glas; rotes Überfangglas mit beidseitigem sowie blaues Überfangglas mit rückseitigem Ausschliff; Bemalung mit Schwarzlot und Silbergelb
T 66
https://vitrosearch.ch/de/objects/2659670, aufgerufen am 20.09.2021.
Schlagwörter: Kunsthandwerk, Brauchtum, Kloster, Heraldik