Glasmalerei: Wappenscheibe des Anthelmus (Anthelm) Entlin, Prior zu Ittingen, mit den Heiligen Bruno und Laurentius

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Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)
Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Anthelmus Entlin (1670–1728) aus Beromünster legte 1693 in der Kartause Ittingen die Profess ab. Nachdem er dort 1708–1712 Prokurator gewesen war, amtete er von 1712 bis zu seinem Tod 1728 als Prior von Ittingen.

Als ursprünglicher Bestimmungsort der Scheibe kommt die Kirche St. Sebastian von Herdern in Frage. Das Protokoll der Kirchenvorsteherschaft vom 2. Juni 1870 berichtet u.a. von drei Wappenscheiben von 1717 in der Kirche. Es waren Stiftungen der Klöster St. Urban, Muri und Tänikon. Zu vermuten ist, dass damals auch Ittingen ein Glasgemälde in das 1716–1721 neuerbaute Schiff der Kirche des nahe gelegene Herdern stiftete. Das grosse Format der vorliegenden Scheibe legt nahe, dass sie für ein Sakralgebäude bestimmt war.
Spengler, Johann Georg, zugeschrieben (1660–1737), Glasmaler
1717
H. 78.5, B. 51.5, T. 1.4 cm, Lichtmass: H. 71.5, B. 44.5 cm
Farbloses Glas; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb, Eisenrot sowie blauer Schmelzfarbe; rückseitig eingeritzte Brandmarken?“C”,?“D”?und?“L”
T 57
https://vitrosearch.ch/de/objects/2656493, aufgerufen am 21.12.2021.
Schlagwörter: Kunsthandwerk, Brauchtum, Kloster, Kirche, Heraldik, Religion