Glasmalerei: Wappenscheibe des Hans Jakob Locher, Ratsherr in Frauenfeld und bischöflicher Amtmann des Klosters Reichenau sowie der Anna Maria von Dankenschweil (Danckhartschwil, Danketsweiler), gestiftet in die Kartause Ittingen

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Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)
Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Oberbild mit zwei Feldern. Das linke zeigt Johannes Evangelist mit Buch, Kelch und der daraus entweichenden Giftschlange sowie ein Pilgerheiliger, wohl Jakobus der Ältere. Im Rechten ist die thronende, von Putten umringte Strahlenkranz-Madonna dargestellt.
Hans Jakob Locher (um 1565–1630er) war mit Anna Maria von Dankenschweil verehelicht (gest. 1650), die einem Adelsgeschlecht aus dem Raum Baden in Südwestdeutschland entstammt. Wie sein Vater war er fürstbischöflicher Amtmann des Reichenauer Klosters. Zudem sass er im Grossen (1619–1629) wie im Kleinen Rat (1630–1637) von Frauenfeld und war er dort Brotschätzer (1630–1637).

In einer Inventarliste, die der Ittinger Klosterverwalter Giezendanner 1849 der Kloster-Zentralverwaltung Frauenfeld übergab, wird die vorliegende Scheibe genannt. Sie wurde demnach ursprünglich in die Kartause Ittingen gestiftet und gelangte 1859 in die Sammlung des neu gegründeten Historischen Vereins des Kantons Thurgau. Locher machte die Stiftung in die Kartause wohl in seiner Funktion als Amtmann des Klosters Reichenau.
Spengler, Hieronymus, zugeschrieben (1589–1635), Glasmaler
1621–1629
H. 38.6, B. 27.3, T. 1.6 cm, Lichtmass: H. 32, B. 20 cm
Farbloses und farbiges Glas; rotes Überfangglas mit rückseitigem Ausschliff und aufgeschmolzene Rotgläser; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb, Eisenrot sowie blauer, violetter und grüner Schmelzfarbe
T 67
https://vitrosearch.ch/de/objects/2659393, aufgerufen am 20.09.2021.
Schlagwörter: Kunsthandwerk, Brauchtum, Herrschaft, Kloster, Heraldik, Religion