Glasmalerei: Wappenscheibe des Johann (Hans) Ludwig Joner, genannt Rüpplin, Ratsherr in Frauenfeld sowie Landammann des Ober- und Niederthurgaus, mit den Darstellungen der vier Kardinaltugenden

zurück

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)
Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Als Schildbegleiterinnen stehen die mit ihren Attributen, Richtschwert und Waage beziehungsweise Säulenstumpf ausgestatteten Kardinaltugenden der Justitia (Gerechtigkeit), links, und Fortitudo (Stärke), rechts, in den Seitenöffnungen. Die beiden anderen Kardinaltugenden sind unter ihnen als Sitzfiguren vor den Postamenten platziert. Diejenige links mit Spiegel und Schlange ist die Prudentia (Klugheit), ihr gegenüber die Wein und Wasser in Schalen mischende Temperantia (Mässigkeit).
Der Scheibenstifter Johann Ludwig Joner gen. Rüpplin (1601–1640) war der Sohn des Joachim (gest. 1589) und der Barbara Locher von Freudenberg aus Zürich. In Frauenfeld ist er 1614 als Amtmann sowie 1615 als Bürger und Rat nachgewiesen. Seit 1626 amtete er als Landammann des Ober- und Niederthurgaus.
Spengler, Hieronymus, zugeschrieben (1589–1635), Glasmaler
1614
H. 45.1, B. 35.2, T. 0.5 cm, Lichtmass: H. 44.1, B. 34.2 cm
Farbloses und farbiges Glas; rotes Überfangglas mit rückseitigem Ausschliff; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb und Eisenrot sowie blauer und violetter Schmelzfarbe
T 28069
https://vitrosearch.ch/de/objects/2659612, aufgerufen am 23.10.2021.
Schlagwörter: Kunsthandwerk, Brauchtum, Hauswirtschaft, Herrschaft, Heraldik, Allegorie