Grafik: Kleines Andachtsbild mit dem Jesuskind in einer Landschaft, umgeben von weissen Lilien, dem Symbol der Reinheit

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Private Devotionalie der Volksfrömmigkeit aus der Sammlung im Pfarrhaus Mammern.

Jesus Christus umgeben von weissen blühenden Lilien, die er mit seinen Händen berührt.
In der linken unteren Ecke ligiertes Monogramm, Zeichen der Genehmigung für die Veröffentlichung des Bildes.

Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil 1963 war die Herausgabe «Kleiner Andachtsbilder» der kirchlichen Zensurstelle, das heisst dem Bischof oder dem Generalvikar des Bistums unterstellt, welcher die Druckerlaubnis für die Blätter erteilen musste, bevor sie in den Verkauf gelangen konnten. Psychologische und sexuelle Themen sowie Darstellungen von Eheproblemen waren nicht erlaubt.

Die kleinformatigen Blätter mit magischer Heils- und Gnadenwirksamkeit dienten als Einlagen in Gebets- und Gesangsbücher, wurden in Koffer, Schränke und an Wände geklebt oder gar ins Grab gelegt. Als Amulett trug der gläubige Mensch die Bildchen zum Schutz vor bösen Kräften am Körper oder legte sie kranken Körperstellen auf.
um 1900
H. 9.9, B. 5.9 cm
Schwarz-Weiss-Fotografie (Bromsilberpapierabzug?), Rand mit Goldauftrag (Blattgold) auf Klebegrund
T 30286
Das kleine Andachtsbild, Katalog der Ausstellung im Hamaland-Museum in Vreden 1982, im Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer 1982, in der Galerie der Stadt Bocholt 1983, Straelen 1982.
Schlagwörter: Fotografie, Hauswirtschaft, Religion katholisch, Brauchtum, Kirche, Symbol, Botanik