Grafik: Kleines Andachtsbild mit dem Porträt vom Bruder Klaus (Nikolaus von Flüe)

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Private Devotionalie der Volksfrömmigkeit aus der Sammlung im Pfarrhaus Mammern.

Kontrastreiche Darstellung mit hellen und dunkeln Partien im Stil des Expressionismus von P. Michelangelus Abegg nach einer Zeichnung von Josef Anton August Stockmann (1868–1940) von 1917.
1947 sprach Papst Pius XII. den Einsiedler, Mystiker und Schutzpatron der Schweiz, Niklaus von Flüe, (Nikolaus von der Flühe) oder Bruder Klaus (1417–1487) heilig.
In Krisen wurde der Obwaldner als Vermittler um Hilfe gebeten, weshalb er als «erster Mediator der Schweiz» bezeichnet wird. Sein Grab in der Pfarrkirche Sachseln (OW) entwickelte sich zum Pilgerort. Im 17. Jh. erlangte er die Seligsprechung.

Die kleinformatigen Blätter mit magischer Heils- und Gnadenwirksamkeit dienten als Einlagen in Gebets- und Gesangsbücher, wurden in Koffer, Schränke und an Wände geklebt oder gar ins Grab gelegt. Als Amulett trug der gläubige Mensch die Bildchen zum Schutz vor bösen Kräften am Körper oder legte sie kranken Körperstellen auf.
Abegg, P. Michelangelus (1891–1983), Lehrer am Kollegium des Kapuzinerklosters Stans (NW), Grafiker
1920–1940
H. 10.9, B. 7.4 cm
Holzschnitt auf Papier
T 30411
Das kleine Andachtsbild, Katalog der Ausstellung im Hamaland-Museum in Vreden 1982, im Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer 1982, in der Galerie der Stadt Bocholt 1983, Straelen 1982.

Hans Gärtner, Andachtsbildchen, Kleinode privater Frömmigkeitskultur, München 2004, S. 67–77.

Heinrich Stirnimann, Ernst Walder, Niklaus von Flüe, Bruder Klaus, in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 28.09.2017. https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010224/2017-09-28/, aufgerufen am 24.11.2023.
Schlagwörter: Druckgrafik, Kunsthandwerk, Hauswirtschaft, Religion katholisch, Brauchtum, Kirche, Porträt