Grafik: Kleines Andachtsbild mit der Darstellung der Vertreibung aus dem Paradies

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Private Devotionalie der Volksfrömmigkeit.

In querformatiger, grüner Rahmung die Darstellung von Adam, Eva und der Schlange, die den Garten Eden verlassen müssen. Rechts die steinernen Pforten zum Paradies und Blick auf einen Brunnen im Garten Eden.
Über den Flüchtenden, in einer Wolke, der Engel mit dem Flammenschwert, der sie aus dem Paradies vertreibt.

Darunter Aufschrift: «Miserum Hominum Exilium», (Die Verbannung der unglücklichen Menschen). Daneben Signatur: «C. Galle».
Die kleinformatigen Blätter mit magischer Heils- und Gnadenwirksamkeit dienten als Einlagen in Gebets- und Gesangsbücher, wurden in Koffer, Schränke und an Wände geklebt oder gar ins Grab gelegt. Als Amulett trug der gläubige Mensch die Bildchen zum Schutz vor bösen Kräften am Körper oder legte sie kranken Körperstellen auf.
Galle, Cornelis (1615–1678), Kupferstecher in Antwerpen
Mitte 17. Jh.
H. 6.4, B. 9.4 cm
Kupferstich auf Pergament, koloriert
T 22131
Das kleine Andachtsbild, Katalog der Ausstellung im Hamaland-Museum in Vreden 1982, im Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer 1982, in der Galerie der Stadt Bocholt 1983, Straelen 1982.

Hans Gärtner, Andachtsbildchen, Kleinode privater Frömmigkeitskultur, München 2004, S. 52–57.
Schlagwörter: Druckgrafik, Kunsthandwerk, Malerei, Hauswirtschaft, Religion, Brauchtum