Grafik: Kleines Andachtsbild mit hl Vinzenz Pallotti

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Private Devotionalie der Volksfrömmigkeit aus der Sammlung im Pfarrhaus Mammern.

«Gebet zum heiligen Vinzenz Pallotti»
«Heiliger Vinzenz Pallotti, grosser Apostel der unendlichen Liebe Gottes! Bereits zu deinen Lebzeiten hast du vielen Menschen in ihren seelischen und leiblichen Sorgen und Nöten Hilfe und Trost gebracht. Durch deine Fürbitte haben seither so manche wunderbar Erhörung gefunden. Voll Glauben und Vertrauen komme auch ich heute zu dir mit meinem Anliegen. Zum voraus danke ich dir für deine Fürsprache bei Gott. Gern will ich selber wie du Apostel sein und für das Heil des Nächsten ebenso wie für mein eigenes sorgen. Heiliger Vinzenz Pallotti, gib mir Mut und Kraft dazu durch die Fürbitte deiner über alles geliebten Mutter Maria, der Königin der Apostel. Amen.»

Genehmigungsklausel: «Mit kirchlicher Druckerlaubnis».

«Provinzialat der Pallottiner Gossau SG».

Vincenzo Pallotti (1795–1850) war ein Priester und Gründer der Gesellschaft des katholischen Apostolates, deren Mitglieder sich Pallottiner oder Pallottinerinnen nennen. Gemäss Pallotti würden alle Getauften als Apostel wirken können und hätten ihren Auftrag in der Kirche, womit er dem zeitgenössischen kirchlichen Denken grundlegend widersprach. Pallotti wurde 1963 heilig gesprochen.
In Gossau gründete 1919 der Missionar Karl Hoegen eine Pallottiner-Niederlassung. Sieben Jahre später entstand dort das Missionsgymnasium St. Notker, das heutige Gymnasium Friedberg. Weitere Institutionen in der Schweiz kamen dazu: Das heutige Gymnasium St. Klemens in Ebikon (LU) sowie das Haus Vinzenz Pallotti in Morschach (SZ).
1946 wurde die Schweizer Gemeinschaft zu einer eigenständigen Provinz ernannt, die sich unter den Schutz von Bruder Klaus stellte.
Im Gegensatz zu kirchlichen Orden leben die Mitglieder dieser Gesellschaft nicht in Klausur, sondern in Gemeinschaften.

Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil 1963 war die Herausgabe «Kleiner Andachtsbilder» der kirchlichen Zensurstelle, d. h. dem Bischof oder dem Generalvikar des Bistums unterstellt, welcher die Druckerlaubnis für die Blätter erteilen musste, bevor sie in den Verkauf gelangen konnten. Psychologische und sexuelle Themen sowie Darstellungen von Eheproblemen waren nicht erlaubt.

Die kleinformatigen Blätter mit magischer Heils- und Gnadenwirksamkeit dienten als Einlagen in Gebets- und Gesangsbücher, wurden in Koffer, Schränke und an Wände geklebt oder gar ins Grab gelegt. Als Amulett trug der gläubige Mensch die Bildchen zum Schutz vor bösen Kräften am Körper oder legte sie kranken Körperstellen auf.
2. Quartal 20. Jh.
H. 11, B. 7 cm
Autotypie und Druck mit Bleisatz auf Velinpapier
T 30374
Das kleine Andachtsbild, Katalog der Ausstellung im Hamaland-Museum in Vreden 1982, im Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer 1982, in der Galerie der Stadt Bocholt 1983, Straelen 1982.

Birgit Franz, Constanze Lindner Haigis, 100 Jahre Ideen, 1896–1996, Ars Edition, München 1996, S. 44.

Adrian Willi, Hausgemeinschaft und Gymnasium Friedberg «St. Notker» werden 90 Jahre alt. file:///S:/Daten/Downloads/BrowserTemp/90_Jahre_Hausgemeinschaft_und_Gymnasium_Friedberg_PDF.pdf, aufgerufen am 15.05.2023.

https://www.pallottiner.ch/mission/projekte/, aufgerufen am 18.07.2022.
Schlagwörter: Fotografie, Druckgrafik, Hauswirtschaft, Religion katholisch, Brauchtum, Kirche