Grafik: Kleines Andachtsbild mit Johannes dem Täufer

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Private Devotionalie der Volksfrömmigkeit aus der Sammlung im Pfarrhaus Mammern.

Darstellung mit Johannes dem Täufer als Kind, der auf einem Felsen sitzt und in seiner Rechten sein Attribut, einen Kreuzstab, hält. Daran flattert eine Banderole am Querbalken, mit Aufschrift «Ecce Agnus Die» (Seht das Lamm Gottes).
Darunter rote und gelbe Mohnblüten.

Der Geburtstag von Johannes dem Täufer wird am 24. Juni gefeiert. Am Johannesfest sollen verschiedene Kräuter und Blumen ihre heilsame Wirkung entfalten. Zu diesen Pflanzen gehört der Mohn, welcher zu Kränzen geflochten, aufgehängt oder unter das Kopfkissen gelegt wurde.
Die kleinformatigen Blätter mit magischer Heils- und Gnadenwirksamkeit dienten als Einlagen in Gebets- und Gesangsbücher, wurden in Koffer, Schränke und an Wände geklebt oder gar ins Grab gelegt. Als Amulett trug der gläubige Mensch die Bildchen zum Schutz vor bösen Kräften am Körper oder legte sie kranken Körperstellen auf.
Gleich, Franz Josef (1770–1825), Kupferstecher in Augsburg
Ende 18. Jh./1. Viertel 19. Jh.
H. 9.7, B. 6.1 cm
Kupferstich auf Büttenpapier, koloriert
T 30289
Das kleine Andachtsbild, Katalog der Ausstellung im Hamaland-Museum in Vreden 1982, im Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer 1982, in der Galerie der Stadt Bocholt 1983, Straelen 1982.
Schlagwörter: Druckgrafik, Kunsthandwerk, Hauswirtschaft, Religion katholisch, Brauchtum, Kirche, Botanik