Grafik: Kleines Andachtsbild mit Schutzengel und zwei Kindern auf einem gefährlichen Weg im Gebirge, aus der Seelsorgepraxis von Pfarrer Künzle in Amden

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 Vorderseite

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Private Devotionalie der Volksfrömmigkeit.

Bild mit Engel, an seiner Seite Knaben und Mädchen, beide sich an ihn schmiegend, auf gefährlichem Weg in gebirgiger Landschaft. Im Hintergrund Berge und Wolken, vor der Gruppe ein schmaler Steg über einem Gewässer, aus dem eine züngelnde Schlange aufsteigt. Auf rechter Seite des Wegs, steiler Abgrund, der mit einem Lattenzaun aus dünnen Holzästen gesichert ist. Unter Bild Titel: «Angelus custos.» (Schutzengel).
Johannes Künzle (1857–1945) war nach seiner Priesterausbildung ab 1881 Seelsorger im Kanton St. Gallen und der übrigen Ostschweiz, so von 1890–1893 in Amden. Daneben wirkte er als «Kräuterpfarrer», eine Tätigkeit, welche ihm die Kirche verbot, worauf Künzle seine geistliche Arbeit aufgab und sich vollberuflich der Naturheilpraxis widmete.

Die kleinformatigen Blätter mit magischer Heils- und Gnadenwirksamkeit dienten als Einlagen in Gebets- und Gesangsbücher, wurden in Koffer, Schränke und an Wände geklebt oder gar ins Grab gelegt. Als Amulett trug der gläubige Mensch die Bildchen zum Schutz vor bösen Kräften am Körper oder legte sie kranken Körperstellen auf.
Poellath, Carl, Münz- und Prägewerk sowie Verlag, gegründet 1778 in Schrobenhausen

Kühlen, Bernhard, Druck- und Verlagshaus, gegründet 1825 in Mönchengladbach
1890–1893
H. 12.5, B. 7.1 cm
Chromolithografie und Buchdruck auf Papier
T 29795
Das kleine Andachtsbild, Katalog der Ausstellung im Hamaland-Museum in Vreden 1982, im Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Kevelaer 1982, in der Galerie der Stadt Bocholt 1983, Straelen 1982.
Schlagwörter: Druckgrafik, Kunsthandwerk, Hauswirtschaft, Religion katholisch, Brauchtum