Medaille: Taufmedaille für Franz Lukas Säger, auch Taufpfennig genannt, von Lukas Franz Wiestner, Pfarrer in Romanshorn, mit Tragöse

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Vs.: Umschrift: «SAN . FRANCISCE . ORA . PRO . NOB» (Hl. Franziskus bitte für uns). In Blüten-, Perl- und Linienoval Büste des hl. Franziskus nach rechts, die Hände vor der Brust gefaltet.
Rs.: In Linienoval die Angaben «. FRANZ . / . LUCAS . SÄGER . / . NATUS . DIE . 25 . / 9 BRIS . 1719 . EX . / DONO . L . F . W . / . PFARHER IN . / . ROMISHORN .».
Fassung aus Rapport mit Rocaillen und Kreuzen.
Mit wasserunlöslichem Filzstift wurde «1880 / [ ]» auf die Rs. geschrieben.
Das am 25. November (Novembris, «Bris») 1719 geborene («Natus») Kind Franz Lukas Säger hat diese Medaille laut Inschrift von Lukas Franz Wiestner, Pfarrer in Romanshorn, zum Geschenk erhalten («ex dono»). Für gewöhnlich handelt es sich bei solchen Medaillen um Patengeschenke. Häufig erhält der Täufling den Vornamen seines Paten bzw. bei einem Mädchen den Vornamen der Patin. Dass eine Medaille mit dem Bildnis des hl. Franz von Assisi gewählt wurde, ist kein Zufall, da es sich um den Namenspatron des getauften Kindes handelt.
1719 (aus Gussform des 17. Jh.?)
D. 58.2 mm
Silber, Guss (sekundär zum Anhänger bearbeitet), Gravur
T 37531
Gorny & Mosch Giessener Münzhandlung, Auktion 226, 16. Oktober 2014, Lot 3119 (dort als Unterpfand und Silberguss-Taufpfennig bezeichnet, Gussform des 17. Jh.).

Florian Hürlimann, Zeugnis einer ungewöhnlichen Patenschaft, in: Leuetatze, Heft 4, 2020, S. 10.
Schlagwörter: Numismatik, Kunsthandwerk, Hauswirtschaft, Bekleidung, Persönliches Accessoires, Religion katholisch, Brauchtum, Kirche, Anlässe, Andenken, Erinnerung