Münze: 20-Francs-Stück des Königreichs Belgien, geprägt in Brüssel zur Zeit von König Leopold I. (1831–1865), aus dem Nachlass von Karl Asmund Kappeler (1844–1924), Kaufmann in Kolumbien

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Vs.: Umschrift: «LEOPOLD PREMIER – ROI DES BELGES». In Perl- und Linienkreis Kopfporträt des Königs nach rechts.
Rs.: In Perl- und Linienkreis die Angaben «20 / FRANCS / 1865» in unten zum Kranz gebundenen Eichenzweigen (Symbol der Stärke, Treue und Einheit).
Leopold I. (1790–1865) wurde 1831 zum ersten belgischen König proklamiert. Die Dynastiegründung war die Folge der Unabhängigkeitserklärung Belgiens von den Niederlanden. Als Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld bzw. seit 1826 Sachsen-Coburg und Gotha war er zuvor Generalleutnant in der russischen Armee und Ehemann von Prinzessin Charlotte Auguste (1796–1817), der britischen Thronfolgerin. Diese starb im Kindbett und Leopold blieb als Hofberater in England. 1832 heiratete er Prinzessin Louise von Orléans (1812–1850), eine Tochter von König Louis-Philipp I. von Frankreich.

Kappeler legte während seines beruflichen Aufenthalts in Südamerika (um 1876–1891) eine wertvolle, umfangreiche Münzsammlung an. 1897 zog er sich aus dem Geschäftsleben zurück und unternahm ausgiebige Reisen durch Europa, von welchen er Souvenirs mit nach Hause brachte. Münzsammlung und Reiseandenken vermachte er testamentarisch dem Historischen Verein des Kantons Thurgau.
Wiener, Leopold (1823–1891), Bildhauer, Graveur, Medailleur
1865
D. 21.5 mm
Gold, Prägung
T 6891
Archiv Historisches Museum Thurgau, Akten Historisches Museum 03.17.02, Inventar Sammlung Kappeler (unpaginiert), S. 2.

Albert Niederer, Die Lateinische Münzunion, Katalog sämtlicher Münzen der 5 Unionsstaaten mit gesetzlicher Gültigkeit in der Schweiz von 1852–1927, Hilterfingen 1976, Nr. 251b.
Schlagwörter: Numismatik, Kunsthandwerk, Herrschaft, Porträt, Symbol, Botanik