Münze: Groschen im Wert von 3 Kreuzern der Stadt Luzern, geprägt in Luzern

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Vs.: In äusserem Gerstenkorn- und innerem Schnurkreis Umschrift: «+ MONETA (Rosette) LVCERNENSIS (Rosette) 1602.» Damasziertes Luzerner Wappen in doppeltem Halbrundschild. Ecken des Schilds liegen über dem Schnurkreis.
Rs.: Umschrift: «SIT (Rosette) NOM[EN] (Rosette) D[OMI]NI (Rosette) BENEDICTVM (Rosette)» (Gesegnet sei der Name des Herrn). Bekrönter nimbierter Doppeladler (Adler mit zwei Köpfen, Wappen des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, Sinnbild der königlichen, von den Kurfürsten verliehenen und kirchlichen, vom Papst verliehenen Würde). Auf Brust Reichsapfel (Herrschaftsinsignie des Kaisers) mit der Wertangabe «3» und dem Kreuz, das zwischen den Adlerköpfen liegt.
Im 15. Jh. erlangte Luzern den Status einer freien Reichsstadt, mit welchem wirtschaftliche und politische Privilegien verbunden waren. So konnte Luzern die hohe Gerichtsbarkeit ausüben und Münzen prägen. Der Doppeladler, das Wappen des Heiligen Römischen Reichs, kam im in dieser Zeit auf. Reichsstädte wie Luzern prägten das Motiv auf ihren Münzen, um ihre Zugehörigkeit zum Reich darzustellen.
1602
D. 21.2 mm
Silber, Prägung
T 36101
Jean-Paul Divo, Edwin Tobler, Die Münzen der Schweiz im 17. Jahrhundert, Zürich 1987, Nr. 1180.
Schlagwörter: Numismatik, Herrschaft, Heraldik, Symbol, Tier