Münze: Schilling der Stadt Zürich, geprägt in Zürich, aus dem Nachlass von Karl Asmund Kappeler (1844–1924), Kaufmann in Kolumbien

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Vs.: Umschrift: «MONE . – REIP . – THURI – CENSIS» (Moneta Reipublicae Thuricensis) (Münze der Republik Zürich). Zürcher Wappen in spanischem Schild, damasziert, auf Tulpenkreuz, in Perlkreis.
Rs.: Umschrift: «(Sternchen) DOMINE CONSERVA NOS PACE» (Herr, bewahre uns in Frieden). In Linienkreis die Angaben «I / SCHIL / LING / 1750».
Nach der Reformation 1525 kamen Zürcher Münzen einzig mit dem Wappen in Umlauf. Die Stadtheiligen, die bis anhin abgebildet waren, verschwanden für etwa 100 Jahre von den Münzbildern.
Zu den Grossmünzen gehörte der silberne Taler und der goldene Dukat. Daneben wurde Kleingeld, wie der Schilling ausgegeben, das wichtigste Geldstück der Zürcher im 18. Jh. Dieses bestand aus einem geringen Anteil Silber, das mit einem unedlen Metall legiert wurde. 72 Schilling entsprachen einem Taler.

Kappeler legte während seines beruflichen Aufenthalts in Südamerika (um 1876–1891) eine wertvolle, umfangreiche Münzsammlung an. 1897 zog er sich aus dem Geschäftsleben zurück und unternahm ausgiebige Reisen durch Europa, von welchen er Souvenirs mit nach Hause brachte. Münzsammlung und Reiseandenken vermachte er testamentarisch dem Historischen Verein Thurgau.
1750
D. 20.4 mm
Billon, Prägung
T 36454
Archiv Historisches Museum Thurgau, Akten Historisches Museum 03.17.02, Inventar Sammlung Kappeler (unpaginiert), S. 63.

Jean-Paul Divo, Edwin Tobler, Die Münzen der Schweiz im 18. Jahrhundert, Zürich 1974, Nr. 454.
Schlagwörter: Numismatik, Herrschaft, Heraldik, Botanik