Münze: Sogenannter Neutaler im Wert von 40 Batzen der Stadt Luzern, geprägt in Luzern, aus dem Nachlass von Karl Asmund Kappeler (1844–1924), Kaufmann in Kolumbien

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Vs.: In Strichelkreis Umschrift: «RESPUBLICA – LUCERNENSI .». Mit Lilienkrone bekröntes Luzerner Wappen in hochovalem Schild, zwischen Lorbeerzweigen (Symbol des Siegs und Ruhms), darunter im Abschnitt die Wertabgabe «40 BAZ.».
Rs.: In Strichelkreis Umschrift: «DOMINUS SPES POPULI SUI 1796» (Der Herr ist die Hoffnung seines Volkes; Jer 31, 9). Vier ins Kreuz gestellte Doppelmonogramme aus je zwei gespiegelten verbundenen «L» (für Luzern), wobei sich je zwei der horizontalen Balken kreuzen, deren Enden zu einem Dreieck geformt sind, in der quadratischen Mitte ein Lorbeerkranz.
Seit dem Ende des 18. Jhs. prägten eine Reihe eidgenössischer Orte, ab 1803 die Kantone, grosse Silbermünzen im Wert von 40 Batzen. Diese Münzen waren allgemein als Neutaler bekannt. Ihre Bezeichnung bezog sich ursprünglich auf die französischen Écu zu 6 livres (grosse Silbermünzen), die ab 1726 in beträchtlicher Anzahl ausgegeben worden waren. Auch in der Schweiz waren französische Écu in Umlauf, wo Ende des 18. Jhs. ein Écu zu 40 Batzen gehandelt und als Neutaler bezeichnet wurde. Die wertgleichen Stücke der eidgenössischen Orte bzw. Kantone wurden im Volksmund daher ebenfalls Neutaler genannt.

Kappeler legte während seines beruflichen Aufenthalts in Südamerika (um 1876–1891) eine wertvolle, umfangreiche Münzsammlung an. 1897 zog er sich aus dem Geschäftsleben zurück und unternahm ausgiebige Reisen durch Europa, von welchen er Souvenirs mit nach Hause brachte. Münzsammlung und Reiseandenken vermachte er testamentarisch dem Historischen Verein Thurgau.
1796
D. 39.8 mm
Silber, Prägung
T 36108
Archiv Historisches Museum Thurgau, Akten Historisches Museum 03.17.02, Inventar Sammlung Kappeler (unpaginiert), S. 63.

Jean-Paul Divo, Edwin Tobler, Die Münzen der Schweiz im 18. Jahrhundert, Zürich 1974, Nr. 542.
Schlagwörter: Numismatik, Herrschaft, Heraldik, Symbol, Botanik