Prunkfass für ca. 48 000 Liter Wein aus der Kellerei der Kartause Ittingen

zurück

Schaufront mit reich gestaltetem Rocaille-, Muschel- und Blumenwerk, seitlich eingefasst von Büsten, satyr- und atlantenartige Mischwesen mit muskulösen Oberkörpern und Weinreben bekrönten Häuptern, Gefolgsleute des Weingottes Dionysos
Gemalte und geschnitzte Inschriften: «Franz Joseph Kuefer Meister 1759», «Renoviert Joh. Georg Engelmann 1813
Das Kartäuserkloster Ittingen war einer der grössten Weinproduzenten der Bodenseeregion. Der Handel mit Wein bescherte dem Kloster Reichtum. In den Weinkellern lagerten Riesenfässer, die bis zu 120 505 Liter Wein fassen konnten. Zu Repräsentationszwecken versah man diese kolossalen Gefässe mit üppigem Schnitzwerk, da in den Kellern Gäste und Weinkunden empfangen wurden.
Küfermeister Franz Joseph Wanger errichtete das grösste, heute noch erhaltene Holzfass der Schweiz 1759. In den Jahren zuvor hatte das Kloster seine Güter und Rebberge erneuert, Trotten erbaut und den Weinkeller renoviert.
Wanger, Franz Josef, Küfermeister

1759/1813
D. 470, T. 475 cm
Küferarbeit in Eichenholz, geschnitzt; Skulpturen, bemalt
T 9615
Vom Wein und vom Wohlstand, Weinbau und Weinhandel in der Kartause Ittingen von der Klosterzeit bis heute (Ittinger Schriftreihe, Bd. 8), 2017.

Josephus Wech, Texte zum Weinbau und zum Weinhandel der Kartause Ittingen im 18. Jahrhundert, hrsg. von Felix Ackermann anlässlich der Ausstellung «Wein und Wohlstand, Über Weinbau und Weinhandel von der Klosterzeit bis heute» im Ittinger Museum, Kartause Ittingen von 20. Juni 2016 bis 16. Dezember 2018. https://kunstmuseum.tg.ch/public/upload/assets/72426/Wech_Wein.pdf, aufgerufen am 06.04.2022.

Schlagwörter: Kloster, Landwirtschaft, Behältnisse, Trinken