Scheibe mit Allianzwappen der Barbara Zum Thor auf Teufen (ZH) und des Hans Jakob von Ulm, Konstanzer Patrizier und Gerichtsherr von Teufen, gestiftet in das Rathaus von Ermatingen

zurück

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)
Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vor hellrotem Damastgrund steht ein Kriegsmann in geschlitzter Tracht und gelbem Federhut auf einem rasengesäumten Weg als Schildhalter zwischen den sich leicht zuneigenden Vollwappen des Stifterpaares.
Im Oberbild verfolgen drei Spiessgesellen einen Lanze tragenden geharnischten Reiter.
Die Scheiben T 6444–T 6447 stammen aus dem alten Rathaus in Ermatingen an der Hauptstrasse 88, das 1968/1969 abgebrochen wurde.

1520 bedienten sich die Ermatinger eines Brauchs, der damals üblich war. Sie baten die Eidgenossen, ihnen Wappenscheiben ins Rathaus zu stiften.

Hans Jakob von Ulm (gest. 1527), der Sohn des Hans und der Margaretha Huntpiss von Waltrams, stammte aus einer Konstanzer Patrizierfamilie. 1519 heiratete er Barbara Zum Thor (gest. 1539), Tochter von Urban Zum Thors auf Teufen, wodurch er in den Besitz der Herrschaft Teufen (ZH) gelangte.
Stillhart, Ludwig (gest. 1537), Glasmaler
1521
H. 58.5, B. 47.5 cm
Farbloses und farbiges Glas; rotes, blaues und rosa Überfangglas mit vorderseitigem Ausschliff; Bemalung mit Schwarzlot und Silbergelb
T 6447
Schlagwörter: Kunsthandwerk, Brauchtum, Herrschaft, Heraldik, Militaria, Tier, Landschaft