Sechsteiliges Wolfsgarn (Wolfsnetz) aus Ermatingen

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Das lange Netz diente der Treibjagd und wurde aufgespannt, um die Tiere darin zu fangen und totzuschlagen. Ab 1641 waren die Thurgauer Quartiere (militärische Bezirke), darunter Ermatingen, verpflichtet, Wolfsgarne anzuschaffen und Jagden durchzuführen. 100 Jahre später fand die letzte Jagd statt und um 1800 galt der Wolf in der Region als ausgerottet. Das gut erhaltene Netz könnte aus der Zeit stammen, als die Obrigkeit den Gemeinden das Bereithalten solcher Netze vorschrieb.
Es gehörte zum Eigentum der Gemeinde Ermatingen, die es 1932 dem Museum schenkte.
evtl. 18. Jh.
L. 460, B. 120–150 cm
Hanffasern, handgedreht (Rechtsdrehung), Schnüre verknüpft mit Weberknoten
T 2590
Schlagwörter: Herrschaft, Landwirtschaft, Jagd, Gerät, Tier