Tapete mit Landschaftsdarstellungen und Szenen aus den Metamorphosen des antiken Schriftstellers Ovid, Teil einer umfangreichen Wandbespannung aus dem Festsaal im Haus «Zum Kiel» in Zürich

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Malerei mit Schäferszenen und atmosphärisch gestaltetem Gebirge und Gewässer.
Die im Schloss Frauenfeld eingebauten Stücke sind Teile einer Malerei im ersten Geschoss des Hauses «Zum Kiel» in Zürich, das im 19. Jh. abgebrochen wurde.
Die Darstellungen waren im Festsaal über einer Sockelzone an der Wand angebracht, damit sie in leichter Aufsicht betrachtet werden konnten. Die gemalten Sujets sind auf eine solche Sichtweise hin konzipiert.
Ursprünglich zeigte die Malerei eine zusammenhängende, umlaufende Landschaft mit neun Szenen aus den Metamorphosen von Ovid.
Beim Abbruch der Liegenschaft (zwischen 1852 und 1865) kamen die Tapeten zum vormaligen Hausbesitzer Lüti-Kronauer. Durch seine Tochter Anna Gertrud (1857–1939), die 1867 Johann Huldrich Bachmann heiratete, gelangten sie ins Schloss Frauenfeld. Der geplante Einbau kam allerdings erst zustande, als das Museum 1960 im Schloss eingerichtet wurde.
Bullinger, Johann Balthasar (1713–1793), Maler, Kupferstecher
1742
H. 261 cm
Öl auf Leinwand
T 6586
Margrit Früh, Die Bullinger-Tapeten im Schloss Frauenfeld (Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte, Bd. 114), 1977, S. 57–71.

Mitteilungen aus dem Thurgauischen Museum, Heft 18, 1967, S. 20–22.
Schlagwörter: Hauswirtschaft, Wohnen, Textilien, Landschaft, Tier