Taufhäubchen aus dem Nachlass des Friedrich von Breitenlandenberg (1802–1883) aus Gottlieben, letzter Nachfahre einer Thurgauer und Zürcher Gerichtsherrenfamilie

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Kappe aus rohfarbener Seide, verziert mit Muschel- und Lilienformen aus Gold- und Silberlahn.
Hans von Landenberg (um 1521–1558) war Vogt von Arbon und Mitglied einer seit dem Mittelalter mächtigen Adelsfamilie mit dem Stammsitz Burg Alt-Landenberg bei Bauma im Kanton Zürich.
Seit dem 13. Jh. gehörten der Familie weitere zürcherische Herrschaften, wie die Burg Breitenlandenberg bei Turbenthal, die Burg Hohenlandenberg bei Wila, Schloss Greifensee sowie die Burg Rapperswil. Die Erben eines Herrschaftssitzes benannten sich nach diesem, weshalb sich das Geschlecht in die Familienzweige Landenberg, Hohenlandenberg und Breitenlandenberg teilte.
Letzter männlicher Vertreter der Familien in der Schweiz war Hartmann Friedrich von Breitenlandenberg zu Gottlieben (1802–1883/5).
18. Jh.
H. 12, B. 16, T. 12 cm
Seide, genäht, unterfüttert mit in Rot und Schwarz bedrucktem Baumwollstoff (Indienne), bestickt mit Metallfaden und Pailletten; Borte aus Nadelspitzen; Seidenbänder
T 7681
Schlagwörter: Brauchtum, Anlässe, Hauswirtschaft, Textilien, Bekleidung Kind