Todesanzeige der Wilhelmine Schnyder (1864–1935) vom Zollhus, Totenzettel (Leidhelgeli) mit Stossgebeten zum Erlass der Sündenstrafen (Ablass) der Verstorbenen

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 Vorderseite  Rückseite
 Vorderseite

Vorderseite

Aus einer Sammlung mit devotionalen und sakralen Schriften aus dem Pfarrhaus Mammern.
Kleine Zettel mit einer Todesanzeige wurden in der Schweiz im 19. Jh. gebräuchlich. Auf den meist schwarz geränderten Blättern sind üblicherweise das Bild des Namenspatrons der verstorbenen Person sowie Gebete und Ablassgebete abgedruckt. Um 1870 kam der Brauch auf, das Foto der Toten zu zeigen, welches auf das Blatt geklebt bzw. gegen Ende des 19. Jhs. mit einem Klischeebild gedruckt wurde. Im Gedenken an die verschiedenen Personen liessen die Hinterlassenen Angaben zum Beruf oder zu Ämtern festhalten. Verstorbene Frauen wurden über ihre Ehemänner definiert, weshalb häufig die Tätigkeit des Witwers erwähnt wird. Die Totenzettel wurden als Massenware hergestellt und von örtlichen Druckereien mit den individuellen Informationen versehen.
1935
Blattmass: H. 10.5, B. 5.8 cm; Bildmass: H. 10, B. 5.4 cm
Fotodruck, Druck mit Bleisatz auf Papier
T 30253
Hans Gärtner, Andachtsbildchen, Kleinode privater Frömmigkeitskultur, München 2004, S. 125–132.
Schlagwörter: Druckgrafik, Kunsthandwerk, Fotografie, Porträt, Hauswirtschaft, Religion katholisch, Brauchtum, Kirche, Andenken, Erinnerung, Tod