Fotografie: Grotte des Neptun (römischer Gott des Meeres) und Tempel der Sybille (griechische Prophetin) in Tivoli, aus der Fotografie-Sammlung der Familie Bachmann, Besitzerin von Schloss Frauenfeld

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 Archiv Alinari, Florenz – Bildrechte einholen bei Fondazione Alinari per la Fotografia
 Archiv Alinari, Florenz – Bildrechte einholen bei Fondazione Alinari per la Fotografia

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Archiv Alinari, Florenz – Bildrechte einholen bei Fondazione Alinari per la Fotografia

Reisesouvenir in Form einer frühen Schwarz-Weiss-Fotografie von einem Landschaftspark.
Ansicht einer Grotte mit herabstürzenden Wasserfällen in Tivoli.
Bildunterschrift: «598 GROTTA DELLA SIBILLA TIVOLI ANDERSON».
Die Parkanlage der Villa Gregoriana in Tivoli östlich von Rom war im 19. Jh. bei Italienreisenden attraktiv. Die idyllische naturnahe Gestaltung verbindet Ruinen antiker römischer Tempel und Villen mit Wasserfällen des Flusses Aniene und der umliegenden Natur zu einem romantischen Ensemble, das ein beliebtes Motiv für Landschaftsmaler und Fotografen darstellte. Seit 2002 wird der Park durch die italienische Stiftung Fondo Ambiente Italiano verwaltet und ist öffentlich zugänglich.

Ab Mitte des 19. Jhs. nahm der Tourismus in den europäischen Metropolen und deren Umland zu und damit die Nachfrage nach Reiseandenken. Schwarz-Weiss-Fotografien von Stadtansichten, antiken Ruinen oder idyllischer Natur waren geschätzte Sujets. Die Nachfrage nach solchen Lichtbildern befeuerte den technischen Fortschritt in der Fotografie.

James Anderson (1813–1877) wurde als Isaac Atkinson in Blencarn, England, geboren. Der englische Maler liess sich 1838/39 in Rom nieder und fertigte dort Stadtskizzen und Ruinengemälde an. Ab 1845 interessierte er sich zunehmend für die Fotografie und eröffnete 1853 ein Fotoatelier. Sein Fokus lag auf Lichtbildern von Kunstwerken, Baudenkmälern sowie Ausgrabungsstätten antiker Monumente in Rom, wobei ihm bei der Komposition sein geschultes Auge als Maler zugute kam. Zudem fotografierte Anderson römische Denkmäler in einer Zeit, als die Ausgrabungstätigkeit einen Boom erlebte. Seine Ansichten wurden durch den Buchhändler Josef Spithöfer (1813–1892) an der Piazza di Spagna vertrieben. Über drei Generationen blieb das Fotogeschäft Anderson in Familienhand. 1963 wurde das Archiv mit rund 30 000 Glasnegativen ins Archiv Alinari in Florenz eingegliedert.

Digitales Archiv Alinari: ADA-F-000598-0000.
«Veduta delle grotte della Sibilla a Tivoli.»
Anderson (1853–1940er-Jahre), Fotounternehmen in Rom
um 1900–1910
H. 39, B. 30 cm, Bildmass: H. 26, B. 20 cm
Schwarz-Weiss-Fotografie auf Albuminpapier, geklebt auf Karton
T 38644.267
memoria fotografica, Italienbilder aus der kunsthistorischen Fotothek, Begleitheft zur Ausstellung im Universitätsmuseum Heidelberg 14.11.2014 bis 24.01.2015, Heidelberg 2014.

In Light of Rome, Early Photography in the Capital of the Art World, 1842-1871, Pennsylvania 2022.

Maria Antonella Pelizzari, The Idea of Italy, Photography and the British Imagination, 1840–1900, Yale 2022, S. 68–87.

Fotostiftung Schweiz, Anderson. https://fotostiftung.ch/index/anderson-domenico/, aufgerufen am 29.11.2023.

Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Domenico Anderson, https://www.biblhertz.it/de/photographers/domenico-anderson, aufgerufen 05.12.2023.
Schlagwörter: Hauswirtschaft, Wohnen, Andenken, Reisen, Fotografie, Architektur, Landschaft

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