Glasmalerei: Bildscheibe des Hans Konrad Kauf (Kauff), Gerichtsschreiber der Herrschaft Wellenberg, mit der Darstellung von Esther und Ahasver, aus dem Schützenhaus Wellenberg

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Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)
Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

In der Bildmitte kniet Esther vor dem auf dem Löwenthron sitzenden König Ahasver, um Fürsprache für die Juden einzulegen (Esther 5, 1–4).
Hans Konrad Kauf (1652–1709), Sohn von Kaspar Kauf und Anna Schmid, wurde, dank seinem Vater, dem Gerichtsvogt von Wellenberg, Gerichtsschreiber der gleichnamigen Herrschaft.
Sowohl er wie auch sein Vater und Bruder Hans Kaspar stifteten eine Scheibe ins Schützenhaus Wellenberg.

Die Scheibe gehört zu einem Zyklus von mindestens zehn Glasgemälden, die 1680 Jakob II. Weber für das Schützenhaus in Wellhausen schuf. Weber hatte eine Vorliebe für dicht gedrängte, oft allegorische Darstellungen mit frommen Sprüchen in deutscher oder lateinischer Sprache.
1833 kaufte die Schützengesellschaft Frauenfeld zehn gemalte Wappenscheiben aus dem alten Schützenhaus von Wellhausen, und zwar zur Aufstellung in ihrem Schützenhaus, dessen eigener Scheibenschmuck beim Hagelwetter von 1795 vermutlich in grossen Teilen vernichtet worden war.
Weber, Jakob II. (1637–1685), Glasmaler in Winterthur
1680
H. 35.3, B. 26.5 cm, Lichtmass: H. 33, B. 24.2 cm
Farbloses und farbiges Glas; rotes Überfangglas mit rückseitigem Ausschliff; Bemalung mit Schwarzlot, Sllbergelb, Eisenrot sowie blauer, grüner und violetter Schmelzfarbe
TD 32
Eigentum der Bürgergemeinde Frauenfeld
https://vitrosearch.ch/de/objects/2655945, aufgerufen am 05.01.2022.
Schlagwörter: Kunsthandwerk, Brauchtum, Herrschaft, Vereinswesen, Heraldik, Religion, Allegorie