Keramik: Zwei Becher für ein Hochzeitspaar, Hochzeitsbecher

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Zwei konische Becher, an je einer Stelle der Wandung mit einer nach aussen geformten komplementären Zackenstruktur versehen, wodurch die Becher ineinander gestellt werden können. Melierte cremeweisse beige gesprenkelte Wandung. Flache unglasierte Bodenaussenwandung, einige Millimeter über Bodenrand unglasiert.

Der Begriff «Hochzeitsbecher» bezieht sich auf die sich ergänzende Form der Becher, die den Zusammenschluss zweier Personen in der Ehe darstellt.
Signatur des Töpfers mit der Initiale «R.» auf Bodenaussenwand in den Ton eingeritzt. Auf einem Becher klebt an der Seite unten ein viereckiges Preisetikette mit Wert CHF 30.–.
Der Keramiker Klaus Rothe (geboren 1939 in Berlin) absolvierte seine Ausbildung zum Töpfer und Keramiker an der Meisterschule für das Kunsthandwerk in Berlin. 1962–1965 arbeitete er in einer Ofenkachelfabrik und in einer Fabrik für Laborporzellan in Berlin. 1972 erfolgte der Stellenantritt bei der Keramikwerkstatt Adolf Burkart AG in Kreuzlingen.

Von 1975–2002 war er Brennmeister und Kursleiter für Töpfern und Modellieren in der Migros-Clubschule in Zürich. 1993 erfolgte der Umzug an den Untersee nach Ermatingen. Im Staad in Ermatingen errichtete er in seinem Wohnhaus an der Schiffgasse eine Töpferei und Keramikwerkstatt mit einem neuen Brennofen, der Brennvorgänge mit höheren Temperaturen ermöglichte. Zu seinen Techniken gehören Experimente mit anspruchsvollen Kristallglasuren nach eigenen Rezepturen. Sein Werk umfasst Kunst- und Alltagsobjekte.
Rothe, Klaus (*1939), Keramiker in Ermatingen
2020
H. 12, B. 7.5, T. 8 cm
Porzellan, gegossen; Kristallglasur
T 38838.1–2
Keramik Klaus Rothe, https://keramikklausrothe.blogspot.com, aufgerufen am 27.11.2025.

Kunst Thurgau, Klaus Rothe, https://www.kunstthurgau.ch/kunstschaffende/klaus-rothe/, aufgerufen am 27.11.2025.
Schlagwörter: Keramik, Kunsthandwerk, Hauswirtschaft, Wohnen, Trinken, Brauchtum