Münze: Vierer-Stück im Wert von vier Hellern der Stadt Schaffhausen, geprägt in Schaffhausen

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Vs.: Zwischen äusserem und innerem Linienkreis Umschrift: «. MO[NETA] . NO[VA] . SCAFVSENSIS 1628». Im Mittelfeld Schaffhauser Wappen mit einem aus dem Stadttor springenden Widder nach links, über einem Dreiberg.
Rs.: Umschrift: «[ ] DEVS . SPES . NOSTRA EST» (Gott ist unsere Hoffnung). In Linienkreis Adler nach links, auf der Brust ein runder Schild mit der Wertangabe «4».
Das Münzbild zeigt einen Widder (Schafbock, heraldisch für ein Schaf mit Hörnern), der auf den Namen der Siedlung Schaffhausen anspielt. In der Heraldik bezeichnet man solche Wappendarstellungen als redende Wappen. Diese deuten volksetymologisch (Anlehnung an ein ähnlich klingendes Wort) auf den Namen des Wappenträgers hin. Der Ursprung des Namens Schaffhausen lässt sich nicht eindeutig festlegen. Er spielt auf das Wort «Scafhusun» an, das schon früh mit dem althochdeutschen «Scaf» für Schaf gleichgesetzt wurde.
Mit der Emanzipation der Stadt Schaffhausen von der Abtei Allerheiligen als ehemalige Stadtherrin im Laufe des Spätmittelalters übernimmt die Stadt auch das Münzrecht.

Schaffhausen weist eine rege Münztätigkeit in der Frühen Neuzeit auf. Beigetragen haben dazu die weitreichenden Handelsbeziehungen, Repräsentationsbedürfnisse der freien Reichsstadt und Münzunternehmer wie Hans Jakob Wegerich von Bernau (1596–1605), denen erlaubt wurde, neben den durch den Rat verlangten Münzen, auch Schaffhauser Münzen auf eigene Rechnung zu prägen. In Fässern verpackt, gelangten sie rheinabwärts nach Frankfurt am Main und an andere Orte. Vom Geschäft profitierten in erster Linie die Münzmeister.
1636 stellte Schaffhausen seine Münztätigkeit für einige Jahre ein, da sich mehrere eidgenössische Orte über die Schaffhauser Münzproduktion beklagten, weil es sich aufgrund des geringen Silbergehalts um minderwertige Münzen handelte.
1628
D. 14.9 mm
Billon, Prägung
T 36277
Gustave Schöttle, Das Münzwesen von Schaffhausen seit dem Ende des 17. Jahrhunderts, in: Schweizerische Numismatische Rundschau, Bd. 20, 1915, S. 361–365.

Jean-Paul Divo, Edwin Tobler, Die Münzen der Schweiz im 17. Jahrhundert, Zürich 1987, Nr. 1393.
Schlagwörter: Numismatik, Herrschaft, Heraldik, Tier

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