Spätgotisches Chorgestühl aus dem Nonnenchor im Dominikanerinnenkloster St. Katharinental bei Diessenhofen

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Seitenwangen mit figürlicher Bekrönung in Form von plastisch einseitig gefertigten Büsten von Gottvater und Sohn, den Heiligen Ursula und Katharina sowie den Evangelisten Markus und Matthäus.
Der Kanton Thurgau hob im 19. Jh. die Klöster auf. Ausser den Konventen Paradies (1838 verstaatlicht) und St. Katharinental (1868 verstaatlicht), wurden 1848 die Klostergüter säkularisiert. Liegenschaften, Mobiliar sowie liturgische Geräte und Textilien kamen zum Kantonseigentum. Im Vorfeld der Verstaatlichung liess der Regierungsrat den ehemaligen Klosterbesitz registrieren und Inventare der Mobilien erstellen. Diese Verzeichnisse belegen heute die Herkunft der klösterlichen Objekte.
In der Folge übernahm der Kanton ausgewähltes Klostermobiliar in seine Kunst- und Antiquitätensammlung. Diese Objekte, wie das Chorgestühl, zählen zu den frühsten Stücken der Museumssammlung.
Henkel oder Henckel, Augustin (gest. kurz vor 1550), Bildhauer aus Schaffhausen
um 1505–1510
Dreistallige Reihe: H. 140, B. 200, T. 72 cm; Vierstallige Reihe: H. 140, B. 260, T. 72 cm
Eichenholz, geschnitzt, partiell gefasst
T 89–T 92
Schlagwörter: Kloster, Kirche, Kunsthandwerk, Möbel, Relief