Todesanzeige der M. Anna Baumberger (1886–1922), geborene Huber aus Sirnach, Ehefrau des Gerichtspräsidenten im Bezirk Münchwilen, Totenzettel (Leidhelgeli) mit Gebet für die Verstorbene

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 Vorderseite  Rückseite
 Vorderseite

Vorderseite

Stammt aus der Sammlung mit devotionalen und sakralen Schriften im Pfarrhaus Mammern.
Kleine Zettel mit einer Todesanzeige wurden in der Schweiz im 19. Jh. gebräuchlich. Auf den meist schwarz geränderten Blättern sind üblicherweise das Bild des Namenspatrons der verstorbenen Person sowie Gebete und Ablassgebete abgedruckt. Um 1870 kam der Brauch auf, das Foto der Toten zu zeigen, welches auf das Blatt geklebt bzw. gegen Ende des 19. Jhs. mit einem Klischeebild gedruckt wurde. Im Gedenken an die verschiedenen Personen liessen die Hinterlassenen Angaben zum Beruf oder zu Ämtern festhalten. Verstorbene Frauen wurden über ihre Ehemänner definiert, weshalb häufig die Tätigkeit des Witwers erwähnt wird. Die Totenzettel wurden als Massenware hergestellt und von örtlichen Druckereien mit den individuellen Informationen versehen.
Bürgi, (um 1910– um 1970), Fotostudio in Unter- und Oberägeri
1922
H. 9.8, B. 6.5 cm
Fotodruck, Druck mit Bleisatz auf Papier
T 30151
Hans Gärtner, Andachtsbildchen, Kleinode privater Frömmigkeitskultur, München 2004, S. 125–132.
Schlagwörter: Druckgrafik, Fotografie, Porträt, Hauswirtschaft, Religion katholisch, Brauchtum, Kirche, Andenken, Erinnerung, Tod