Münze: 100-Lire-Stück des Königreichs Sardinien, geprägt in Genua zur Zeit von König Karl Albert (1831–1849), aus dem Nachlass von Karl Asmund Kappeler (1844–1924), Kaufmann in Kolumbien

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Vs.: Umschrift: «CAR . ALBERTVS D . G . REX SARD . CYP . ET HIER .» (Carolus Albertus, Dei Gratia, Sardiniae, Cypri et Hierosolymorum, Karl Albert, von Gottes Gnaden König von Sardinien, Zypern und Jerusalem). In Perl- und Linienkreis Kopf des Königs nach links, im Halsabschnitt Name des Entwerfers «FERRARIS», darunter «1836».
Rs.: Umschrift: «DVX SAB . GENVAE ET MONTISF . PRINC . PED . & .» (Dux Sabaudiae, Genuae et Montisferrati, Princeps Pedemontii, Herzog von Savoyen, Genua und Montferrat, Prinz von Piemont) (& = Stellvertreter für weitere Titel). In Perl- und Linienkreis mit Lilienkrone (mit Kreuz auf Reichsapfel auf Scheitelpunkt) bekrönter Schild mit savoyischem Wappen, umgeben von der Kette des Annunziatenordens, zwischen Lorbeerzweigen (Symbol des Siegs und Ruhms), darunter «(P in Oval) (Anker) L . 100». (P in Oval = Kürzel von Luca Podestà, Direktor der Münzstätte Genua (1830–1831); Anker = Zeichen der Münzstätte Genua).
1362 von Graf Amadeus VI. von Savoyen (1343–1383) gestiftet, entwickelte sich der Annunziatenorden zum prestigeträchtigen Hausorden (Zusammenschluss von Adligen nach Ordensstatuten) des savoyischen Herrscherhauses. Mit der Ernennung von Vittorio Emanuele II. aus dem Hause Savoyen 1861 zum König von Italien, wurde der Orden zur höchsten Auszeichnung des neugeschaffenen Königreichs. 1951 von der Italienischen Republik abgeschafft, wird das Ehrenzeichen heute als dynastischer Orden vom Oberhaupt der Familie Savoyen, dem ehemaligen Herrscherhaus, privat verliehen. Das Kleinod (Ordenszeichen) an der Collane (Ordenskette) zeigt die namengebende Verkündigungsszene aus dem Neuen Testament, in welcher der Erzengel Gabriel Maria die Empfängnis ihres Sohns Jesus mitteilt.

Kappeler legte während seines beruflichen Aufenthalts in Südamerika (um 1876–1891) eine wertvolle, umfangreiche Münzsammlung an. 1897 zog er sich aus dem Geschäftsleben zurück und unternahm ausgiebige Reisen durch Europa, von welchen er Souvenirs mit nach Hause brachte. Münzsammlung und Reiseandenken vermachte er testamentarisch dem Historischen Verein des Kantons Thurgau.
Ferraris, Giuseppe (1791–1869), Medailleur, Stempelschneider, Graveur
1836
D. 34.2 mm
Gold, Prägung
T 6761
Archiv Historisches Museum Thurgau, Akten Historisches Museum 03.17.02, Inventar Sammlung Kappeler (unpaginiert), S. 54.

Chester L. Krause, Clifford Mishler, Standard Catalog of World Coins 1801–1900, Iola 2001, Nr. 117.1.
Schlagwörter: Numismatik, Herrschaft, Porträt, Heraldik, Symbol, Botanik