Glasmalerei: Wappen des Marx Anton von Ulm (1642–1704), Reichsfreiherr zu Griesenberg, Besitzer der Herrschaft Langenrain bei Bodman, aus dem Schützenhaus Wellenberg

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Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)
Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Vitrocentre Romont (Foto: Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Freiburg i. Ü.)

Im Oberbild Szene einer Hirschjagd.
Marx Anton von Ulm (1642–1704) war seit 1664 Herr zu Griesenberg, einer Ortschaft der heutigen Gemeinde Amlikon-Bissegg (Bezirk Weinfelden).
Zusammen mit seinem Bruder Christoph Heinrich, einem Deutschordensritter, wurde er 1696 in den Reichsfreiherrenstand erhoben mit dem Titel und Wappen von Griesenberg. Durch Erbschaft gelangte er in den Besitz der Herrschaft Langenrain bei Bodman, wo er zwischen 1684 und 1686 einen Schlossbau als Wohnsitz errichtete.

Die Scheibe gehört zu einem Zyklus von mindestens zehn Glasgemälden, die 1680 Jakob II. Weber für das Schützenhaus in Wellhausen schuf. Weber hatte eine Vorliebe für dicht gedrängte, oft allegorische Darstellungen, die er mit frommen Sprüchen in deutscher oder lateinischer Sprache versah.
1833 kaufte die Schützengesellschaft Frauenfeld zehn gemalte Wappenscheiben aus dem alten Schützenhaus von Wellhausen, und zwar zur Aufstellung in ihrem Schützenhaus, dessen eigener Scheibenschmuck beim Hagelwetter von 1795 vermutlich in grossen Teilen vernichtet worden war.

Weber, Jakob II. (1637–1685), Glasmaler in Winterthur
1680
H. 33, B. 24 cm
Farbloses und farbiges Glas; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb, Eisenrot sowie blauer, grüner und violetter Schmelzfarbe
TD 30
Eigentum der Bürgergemeinde Frauenfeld
https://vitrosearch.ch/de/objects/2655973, aufgerufen am 05.01.2022.
Schlagwörter: Kunsthandwerk, Brauchtum, Herrschaft, Vereinswesen , Heraldik, Jagd, Landschaft, Tier