Münze: 1-Konkordatsbatzen-Stück des Kantons Basel, geprägt in Basel

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Vs.: Umschrift: «CANTON BASEL». Basler Wappen im Schild in Schweizer Form, zwischen je einem seitlichen Lorbeerzweig (Symbol des Siegs und Ruhms), darunter die Wertangabe «1 . BATZ».
Rs.: Umschrift: «CONCORD . CANTONE DER SCHWEIZ – . 1826 .» Konkordatskreuz bzw. Schweizer Kreuz mit einem «C» in der Mitte, umgeben von einem Kranz aus Eichenblättern (Symbol der Stärke), oben zwischen dem Quer- und Längsarm je ein Baslerstab, unten die Wertangabe «1» sowie «BZ». Auf den Kreuzarmen je ein Vierpass mit je dreiblättrigem Kleeblatt in den Schnittpunkten.
Nachdem die eidgenössische Tagsatzung 1824 beschlossen hatte, jegliche Versuche zur Vereinheitlichung des Münzwesens in der Schweiz aufzugeben, schlossen sich am 17. April 1825 die Kantone Aargau, Basel, Bern, Freiburg, Solothurn und Waadt zu einem Münzkonkordat (Münzbündnis) zusammen. Der Vertrag sah vor, die alten geringwertigen Billonmünzen der Helvetischen Republik (1798–1803) im Vertragsgebiet einzuziehen und durch neue Konkordatsmünzen zu ersetzen, welche als gemeinsames Zeichen auf der Rückseite jeweils ein Schweizer Kreuz mit grossem «C» für Concordat in der Kreuzmitte aufweisen und die Umschrift «DIE CONCORDIERENDEN CANTONE DER SCHWEIZ» (auf den Waadtländer Münzen auf Französisch) tragen sollten. Diese neuen Münzen, welche nach gleichem Standard (Gewicht und Edelmetallgehalt) geprägt wurden, hatten im gesamten Vertragsgebiet Gültigkeit. Das Konkordat sah vor, die Münzen in Schweizer Währung zu emittieren. Der Franken wurde in 10 Batzen oder 100 Rappen eingeteilt. Das vorliegende Stück im Wert von einem Batzen entsprach somit 10 Rappen.
Ausgegeben wurden insgesamt 17 Mio. Konkordatsmünzen, die von 1826 bis 1834 hergestellt und bis 1850 in Umlauf waren.
Erst mit der Gründung des Bundesstaats 1848 und der Einführung des Schweizer Frankens 1850 als nationale Währung wurden die Grundlagen für eine einheitliche Währung in der gesamten Schweiz geschaffen. Im Laufe der Jahre 1851/52 wurde die Bevölkerung aufgerufen, die verbliebenen Kantonsmünzen in die neue Landeswährung in eigens dafür eingerichteten Büros umzutauschen.
1826
D. 24.5 mm
Billon, Prägung
T 34984
Catalog (Inventarium), Thurg. Hist. Sammlung, Hinteres Kantonsschulgebäude 3. Stock in Frauenfeld, Weinfelden 1890, S. 15.

Jean-Paul Divo, Edwin Tobler, Die Münzen der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert, Zürich 1967, Nr. 144.
Schlagwörter: Numismatik, Staatliche Institutionen, Heraldik, Symbol, Botanik

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