Münze: 1/2-Dicken-Stück der Stadt Bern, geprägt in Bern

zurück

Mit der Maus über das Bild fahren, um es zu vergrössern · Auf das Bild klicken für die Vollbildansicht · mit den Pfeiltasten oder Pfeilen navigieren

Vs.: In Strichelkreis Umschrift: «MONE : BERNENSIS». In Schnurkreis Bär nach links schreitend, seine rechte Vordertatze erhoben, darüber doppelköpfiger Reichsadler (Symbol des Heiligen Römischen Reichs, Bern führte als Reichsstadt dieses Wappentier), darunter Jahreszahl «1620».
Rs.: In Strichelkreis Umschrift: «+ BERCHT : DVX : ZERIN : FVN» ((BERCHTOLDVS DVX ZERINGE FVNDATOR) (Berchtold, Herzog von Zähringen und Gründer (Stifter) [der Stadt Bern]). In Schnurkreis Tatzenkreuz mit je einem Querbalken (Krücke) an den Balkenenden, Balken grenzen in der Mitte an einen Kreis mit der Wertangabe «12», (12 Kreuzer = 1/2 Dicken).
Die 1191 durch Herzog Berchtold V. von Zähringen (1186–1218) gegründete Stadt Bern entwickelte sich im Verlauf der Jahrhunderte zum grössten Stadtstaat nördlich der Alpen. Bereits Münzen und Siegel aus der Zeit um 1224 zeigen den Bären als Wappentier, zunächst noch auf allen Vieren laufend. Die älteste überlieferte farbige Darstellung des Berner Wappens mit schwarzem Bären in goldenem Schrägbalken auf rotem Grund findet sich auf einem Setzschild (Schutzschild) aus dem 14. Jh., welcher heute im Historischen Museum Bern aufbewahrt wird.

Wie bei vielen Wappendarstellungen handelt es sich beim Berner Wappen um ein redendes Wappen, welches Bezug auf den Stadtnamen (Bern = Bären) nimmt. Die bereits im Spätmittelalter verbreitete Gründungslegende, wonach Herzog Berchtold V. von Zähringen die neue Siedlung nach dem ersten von ihm in der Gegend erlegten Tier, einem Bären, benannte, bleibt eine Erzählung ohne historische Beweise. Wahrscheinlicher ist, dass sich der Name Bern an einem bereits bestehenden Flurnamen orientierte wie etwa dem keltischen Wort «berna» für Kluft/Schlucht. Als Symbol für Kraft und Macht fand der Bär neben Adler und Löwe in mittelalterlichen Wappendarstellungen eine weite Verbreitung.
1620
D. 27 mm
Silber, Prägung
T 35922
Jean-Paul Divo, Edwin Tobler, Die Münzen der Schweiz im 17. Jahrhundert, Zürich 1987, Nr. 1143.
Schlagwörter: Numismatik, Herrschaft, Heraldik, Tier, Symbol, Geschichte

Ähnliche Objekte 12

Münze: 1-Dicken-Stück der Stadt Bern, geprägt in Bern
  • 1492
  • Münze: 1-Dicken-Stück der Stadt Bern, geprägt in Bern
Medaille: Medaille für die Angehörigen des Wahlgremiums der Stadt Bern, sogenannter «Sechzehnerpfennig», geprägt in Bern
  • 1780
  • Medaille: Medaille für die Angehörigen des Wahlgremiums der Stadt Bern, sogenannter «Sechzehnerpfennig», geprägt in Bern
Münze: 6-Dukaten-Stück der Stadt Bern, geprägt in Bern
  • nach 1755
  • Münze: 6-Dukaten-Stück der Stadt Bern, geprägt in Bern
Münze: Dublone der Stadt Bern, geprägt in Bern, aus dem Nachlass von Karl Asmund Kappeler (1844–1924), Kaufmann in Kolumbien
  • 1796
  • Münze: Dublone der Stadt Bern, geprägt in Bern, aus dem Nachlass von Karl Asmund Kappeler (1844–1924), Kaufmann in Kolumbien
Münze: Taler der Stadt Bern, geprägt in Bern, aus dem Nachlass von Karl Asmund Kappeler (1844–1924), Kaufmann in Kolumbien
  • 1798
  • Münze: Taler der Stadt Bern, geprägt in Bern, aus dem Nachlass von Karl Asmund Kappeler (1844–1924), Kaufmann in Kolumbien
Münze: Guldiner der Stadt Bern, geprägt in Bern, aus dem Nachlass von Karl Asmund Kappeler (1844–1924), Kaufmann in Kolumbien
  • 1494
  • Münze: Guldiner der Stadt Bern, geprägt in Bern, aus dem Nachlass von Karl Asmund Kappeler (1844–1924), Kaufmann in Kolumbien
Münze: Taler der Stadt Bern, geprägt Bern, aus dem Nachlass von Karl Asmund Kappeler (1844–1924), Kaufmann in Kolumbien
  • 1795
  • Münze: Taler der Stadt Bern, geprägt Bern, aus dem Nachlass von Karl Asmund Kappeler (1844–1924), Kaufmann in Kolumbien
Münze: Taler der Stadt Bern, geprägt in Bern, aus der numismatischen Sammlung der Familie Bachmann, Besitzerin von Schloss Frauenfeld
  • 1795
  • Münze: Taler der Stadt Bern, geprägt in Bern, aus der numismatischen Sammlung der Familie Bachmann, Besitzerin von Schloss Frauenfeld
Münze: 1-Dicken-Stück der Stadt Schaffhausen, geprägt in Schaffhausen, vermutlich aus der numismatischen Sammlung der Familie Bachmann, Besitzerin von Schloss Frauenfeld, als Anhänger wiederverwendet
  • 1617
  • Münze: 1-Dicken-Stück der Stadt Schaffhausen, geprägt in Schaffhausen, vermutlich aus der numismatischen Sammlung der Familie Bachmann, Besitzerin von Schloss Frauenfeld, als Anhänger wiederverwendet
Münze: Klippe im Wert eines 1/2-Dicken- bzw. 3-Batzen-Stücks der Stadt St. Gallen, geprägt in St. Gallen, aus der Sammlung von Josef Sager (1905–1964)
  • 1622
  • Münze: Klippe im Wert eines 1/2-Dicken- bzw. 3-Batzen-Stücks der Stadt St. Gallen, geprägt in St. Gallen, aus der Sammlung von Josef Sager (1905–1964)
Münze: 1/2-Dicken-Stück von Stadt und Amt Zug, geprägt in Zug, aus der Sammlung von Maria Walenta (1876–1961)
  • 1565
  • Münze: 1/2-Dicken-Stück von Stadt und Amt Zug, geprägt in Zug, aus der Sammlung von Maria Walenta (1876–1961)
Münze: 1-Dicken-Stück von Stadt und Amt Zug, geprägt in Zug, vielleicht aus dem Fund von Wagerswil
  • 1612
  • Münze: 1-Dicken-Stück von Stadt und Amt Zug, geprägt in Zug, vielleicht aus dem Fund von Wagerswil