Münze: Mezzo-Franco-Stück (1/2-Franken-Stück) des Kantons Tessin, geprägt in Bern oder Luzern

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Vs.: In Strichelkreis Umschrift: «CANTONE – TICINO – (Rosette) 1835 (Rosette)». Tessiner Wappen in spitzem, oben geschwungenem Schild, zwischen Lorbeerzweigen (Symbol des Siegs und Ruhms), darüber die aufgehende Sonne (Strahlenkranz).
Rs.: In Strichelkreis die Angaben «1 / MEZZO / FRANCO» zwischen zum Kranz geformten Eichenzweigen (Symbole der Stärke, Treue und Einheit).
Ab Mitte des 19. Jhs. übernahm der Bund das schweizerische Geldwesen und vereinheitlichte die Währung. Zuvor waren hunderte verschiedene Geldsorten in Gebrauch, wobei die Vielfalt der Münzen im Kanton Tessin am ausgeprägtesten war. Hier orientierte man sich noch an der Mailänder Lira (Correntlire), die einen Wert von 20 Soldi bzw. 12 Denari hatte, was dem Währungssystem entsprach, das Karl der Grosse um 800 n. Chr. eingeführt hatte.
1835 liess der Kanton Tessin 43 956 1/2-Franken-Stücke prägen. 1852 zog die Tessiner Behörde davon 31 019 Exemplare ein, um sie umgerechnet durch die neue Schweizer Währung Franken und Rappen zu ersetzen.
1835
D. 25.1 mm
Silber, Prägung
T 36378
Jacob Schüepp, Neue Beiträge zur Schweizerischen Münz- und Währungsgeschichte, 1700–1900, I. Teil, Das Kleingeld, Frauenfeld 1914. https://www.e-rara.ch/snm/content/zoom/27699727, aufgerufen am 30.11.2025.

Jean-Paul Divo, Edwin Tobler, Die Münzen der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert, Zürich 1967, Nr. 216.

Money Museum, Kanton Tessin, 1/2 Franken 1835. https://www.moneymuseum.com/de/muenzen?&id=427, aufgerufen am 30.11.2025.
Schlagwörter: Numismatik, Staatliche Institutionen, Heraldik, Symbol, Botanik

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