Schützenbecher vom Schwaderloh-Schiessen mit reliefierter Darstellung des sogenannten mutigen Thurgauer Mädchens, Schenkung des Thurgauer Kantonalschützenverbands

zurück

Mit der Maus über das Bild fahren, um es zu vergrössern · Auf das Bild klicken für die Vollbildansicht

Bei der dargestellten Frau handelt es sich um eine Legendenfigur aus der Thurgauer Geschichte. Während des Schwaben- oder Schweizerkriegs 1499 kam es in der Nähe von Schwaderloh bei Kreuzlingen zu einem Gefecht zwischen den Truppen des Schwäbischen Bundes und den Eidgenossen. Gemäss der Legende soll ein mutiges Thurgauer Mädchen während des Scharmützels König Maximilian I. ein Schreiben der Eidgenossen aus dem Kriegslager nach Konstanz überbracht haben, wobei es sich gegen schwäbische Landsknechte, die es einschüchtern und aushorchen wollten, furchtlos gewehrt haben soll.

1946 fand erstmals das historische Schiessen zum Gedenken an das Schlachtereignis statt. Initiiert wurde der Anlass vom Alterswiler Sekundarlehrer Niklaus Keller. In der Nachkriegszeit, während der «geistigen Landesverteidigung», spielten Aktivitäten wie Schiessveranstaltungen, welche die Schweizer Wehrhaftig- und Tapferkeit zelebrierten, eine wichtige Rolle bei der Förderung der patriotischen Gesinnung.

1835 wurde der Thurgauische Schützenverein gegründet. Zum Gründungskomitee gehörte auch Prinz Louis Napoléon Bonaparte. Der Ehrenbürger des Kantons Thurgau, Bewohner von Schloss Arenenberg und spätere französische Kaiser Napoléon III., wirkte von 1838–1839 als Vorstandspräsident.
2005 erfolgte die Umbenennung vom Schützenverein zum Kantonalschützenverband. Lange Zeit trugen Vereinsmitglieder Andenken und Ehrengaben von Schiessanlässen zusammen und legten ein umfangreiches Archiv an, zu dem Schenkungen und Nachlässe von regionalen Thurgauer Schützenvereinen kamen.

2016 ging der vielfältige Bestand von ca. 500 Objekten (u.a. Scheiben, Fahnen, Waffen, Gefässe, Medaillen) in den Museumsbesitz über. Einzelne Sammlungsstücke werden seit Jahren in der Schützenstube im ehemaligen Gasthaus Adler in Ermatingen ausgestellt.
um 1960
H. 10, D. 7.2 cm
Zinn, gegossen
T 21881
Schlagwörter: Zinn, Kunsthandwerk, Vereinswesen, Militaria, Anlässe, Geschichte

Ähnliche Objekte 12

Reliefbild in Wandkasten: Darstellung der Allegorie des Lebens mit Mutter und Kind in einer Nische thronend, zu ihren Füssen ein liegender Hund, umgeben von Rebranken mit Weintrauben
  • 1846
  • Reliefbild in Wandkasten: Darstellung der Allegorie des Lebens mit Mutter und Kind in einer Nische thronend, zu ihren Füssen ein liegender Hund, umgeben von Rebranken mit Weintrauben
Petschaft: Ovaler Siegelstempel des Benediktinerklosters Fischingen mit der Darstellung der hl. Idda von Toggenburg, mit Handhabe
  • 17. Jh.
  • Petschaft: Ovaler Siegelstempel des Benediktinerklosters Fischingen mit der Darstellung der hl. Idda von Toggenburg, mit Handhabe
Ofenkachel: Reliefierte Füllkachel mit der Darstellung eines Engels, einen Hermesstab haltend, zu seinen Füssen ein Haus mit rauchendem Kamin, Bogenstellung mit Hermenpilastern, aus dem Zisterzienserinnenkloster Kalchrain
  • Mitte 17. Jh.
  • Ofenkachel: Reliefierte Füllkachel mit der Darstellung eines Engels, einen Hermesstab haltend, zu seinen Füssen ein Haus mit rauchendem Kamin, Bogenstellung mit Hermenpilastern, aus dem Zisterzienserinnenkloster Kalchrain
Gemälde: Altarflügel von einem Retabel, Darstellung der Legende der hl. Idda von Toggenburg, gestaltet in sechs Szenen, auf der Aussenseite Verkündigungsengel in Grisaille, aus dem Benediktinerkloster Fischingen
  • um 1520
  • Gemälde: Altarflügel von einem Retabel, Darstellung der Legende der hl. Idda von Toggenburg, gestaltet in sechs Szenen, auf der Aussenseite Verkündigungsengel in Grisaille, aus dem Benediktinerkloster Fischingen
Grafik: Kleines Andachtsbild mit dem Sinnbild eines «fons pietatis», Darstellung des blutenden Jesus Christus am Kreuz, eine Allegorie der menschlichen Erlösung und Reinigung
  • 2. Hälfte 17. Jh.
  • Grafik: Kleines Andachtsbild mit dem Sinnbild eines «fons pietatis», Darstellung des blutenden Jesus Christus am Kreuz, eine Allegorie der menschlichen Erlösung und Reinigung
Wandbild: Intarsie mit der Darstellung des Benediktinerklosters Fischingen aus der Vogelperspektive
  • um 1950
  • Wandbild: Intarsie mit der Darstellung des Benediktinerklosters Fischingen aus der Vogelperspektive
Petschaft vom Benediktinerinnenkloster Münsterlingen:Siegelstempel des Konvents mit der Darstellung der hl. Scholastika, mit Handhabe
  • 17. Jh.
  • Petschaft vom Benediktinerinnenkloster Münsterlingen:Siegelstempel des Konvents mit der Darstellung der hl. Scholastika, mit Handhabe
Historistischer, achteckiger Taufstein mit plastischen Darstellungen der Evangelisten Markus, Johannes, Matthäus und Lukas sowie der göttlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung, gehört zur Kirchenausstattung der evangelischen Kirche Neukirch-Egnach
  • 1857
  • Historistischer, achteckiger Taufstein mit plastischen Darstellungen der Evangelisten Markus, Johannes, Matthäus und Lukas sowie der göttlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung, gehört zur Kirchenausstattung der evangelischen Kirche Neukirch-Egnach
Malerei: Altarbild aus der evangelischen Kirche St. Nikolaus in Weiningen, rundes Blatt mit der Darstellung der Maria mit dem Jesuskind in ihren Armen und Johannes dem Täufer
  • 2. Hälfte 19. Jh.
  • Malerei: Altarbild aus der evangelischen Kirche St. Nikolaus in Weiningen, rundes Blatt mit der Darstellung der Maria mit dem Jesuskind in ihren Armen und Johannes dem Täufer
Reliefiertes Taufbecken: «Beckenschlägerschüssel» mit der Darstellung von Adam und Eva, hergestellt in Nürnberg
  • frühes 16. Jh.
  • Reliefiertes Taufbecken: «Beckenschlägerschüssel» mit der Darstellung von Adam und Eva, hergestellt in Nürnberg
Gemälde: Gemalte Sockelfront eines Altars (Predella) mit der Darstellung von Jesus Christus und seinen elf Jüngern an der Tafelrunde des Abendmahls, aus dem Augustinerchorherrenstift Kreuzlingen
  • um 1470/1480
  • Gemälde: Gemalte Sockelfront eines Altars (Predella) mit der Darstellung von Jesus Christus und seinen elf Jüngern an der Tafelrunde des Abendmahls, aus dem Augustinerchorherrenstift Kreuzlingen
Malerei: Flügelaussenseiten eines spätgotischen Altars (Retabel), gestiftet von Ulrich Muntprat (um 1450–1522) und seiner Ehefrau Elisabeth von Sengen für die Kirche St. Jakobus in Lommis, mit den Darstellungen der Heiligen Barbara und Ulrich auf der linken sowie Andreas und Elisabeth auf der rechten Tafel
  • um 1514/1515
  • Malerei: Flügelaussenseiten eines spätgotischen Altars (Retabel), gestiftet von Ulrich Muntprat (um 1450–1522) und seiner Ehefrau Elisabeth von Sengen für die Kirche St. Jakobus in Lommis, mit den Darstellungen der Heiligen Barbara und Ulrich auf der linken sowie Andreas und Elisabeth auf der rechten Tafel