Donnerbüchse mit Steinschloss, sogenannter Tromblon (kurze Flinte mit trichterförmig erweiterter Mündung), Vorderlader

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Ovaler glatter Lauf, ab Hälfte oktogonal. Linsenkorn aus Messing, aufgesetzt auf kleiner, geschweift geschnittener Messingplatte. Schloss mit Sicherheitshebel, der nicht mit Schlosshahn übereinstimmt. Eisengarnitur mit drei Ladestockpfeifen, Seitenplatte, Abzugsbügel, Kolbenkappe und Vorderband. Laufbefestigung mit Stiften. Zwei Bügel für den Tragriemen. Hölzerner schwarz gebeizter Ladestock mit Messingkopf. Zierelemente wie blattförmig ausgeschnittene Verlängerung der hinteren Ladestockpfeife, des Abzugsbügelblatts und der Kolbenkappe. Ladestockpfeifen mit geschwärzten Querrillen. Geschnitzte Rahmung der Laufangel sowie des Schloss- und Seitenblatts hinten.
Vollschaft mit geradem Abschlusskolben.

Schläge auf Lauf in Form eines bekröntes Doppeladlers, was auf die österreichische Herkunft verweist sowie «J» unter Krone. Auf Kolben zwei Punzen in Form von Voluten.
Diese Gewehrart diente vor allem dem Streuschuss in Strassenkämpfen oder auf Schiffen. Als Geschoss verwendete man gehacktes Blei, Nägel und anderes.
Die trichterförmige Mündungserweiterung des Laufs ist eine spezifische Konstruktion, die sogenannte Tromblons, eine Gattung der Vorderladergewehre, aufweisen. Diese Form der Laufmündung ermöglicht eine dichte Streuung der Ladung aus Schrot, Kugeln oder gehacktem Blei auf kurzer Distanz.
Mitte 18. Jh.
L. 104 cm, Lauf L. 65.5 cm
Stahl, Eisen, Messing, Nussbaumholz
Wg 460
Schlagwörter: Persönliche Accessoires, Ereignis, Waffen

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