Münze: Batzen des Kantons Appenzell Ausserrhoden, geprägt in Bern

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Vs.: In Gerstenkornkreis Umschrift: «CANTON APPENZELL». In spitzem Schild in Schweizer Form Wappen von Appenzell Ausserrhoden zwischen Lorbeer- und Palmzweig (Symbole von Sieg, Ruhm und Frieden) sowie «V – R» (UR für Ussroden) und auf Bodenleiste, darunter die Jahreszahl.
Rs.: In Gerstenkornkreis Umschrift: «(zwei gegenständige Lilienblüten mit Kreis dazwischen) . * IEDEM DAS SEINIGE * .». In Lorbeerkranz die Angaben: «1 / BATZEN / 10».
Während der Helvetischen Republik (1798–1803) übernahm die zentrale Regierung das Münzwesen und führte eine Einheitswährung ein. Der Batzen gehörte dazu, hatte den Wert von 1/10 des Frankens und richtete sich nach dem Berner Münzfuss. 1803 wurde die Helvetische Republik mittels Mediationsverfassung zurück zu einem föderalen Staat abgewickelt. Statt der einen und unteilbaren Schweizer Republik etablierte sich das Staatenbündnis aus 19 und ab 1815 aus 22 Kantonen. Auch das Münzregal ging 1803 wieder an die Kantone zurück. Den Batzen wie auch den Franken behielten die meisten Kantone jedoch bei.
Erst die Bundesverfassung von 1848 entzog den Kantonen das Recht zur Münzherstellung. Der Bund war nun zuständig für die Geldemission und vereinheitlichte die Währung mit Franken und Rappen, die während der Helvetik eingeführt worden waren. Das eidg. Münzgesetz von 1850 eliminierte den Batzen aus dem Währungssystem.
1808
D. 24.6 mm
Billon, Prägung
T 34921
Jean-Paul Divo, Edwin Tobler, Die Münzen der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert, Zürich 1967, Nr. 158.

Anne-Marie Dubler, Batzen, in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 24.06.2002. https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/013677/2002-06-24/, aufgerufen am 04.12.2025.
Schlagwörter: Numismatik, Staatliche Institutionen, Heraldik, Symbol, Botanik, Tier